#23 SWT-SPORTS BMW Motorrad SportBoxer Umbau

Link zum Fotoalbum SWT-Rennkuh-Nr. 23

Phil wurde schon als Säugling (ohne es zu wissen), mit dem Virus 2-Ventiler infiziert. Ausgebrochen ist dieser mit 23 Jahren während der Abendschule. Damals war eine dieser viel zu schönen MO-BMW Motorräder – Magazine der Auslöser der Krankheit.

Beim jungen Schüler kamen damals Erinnerungen an seine Kindheit im BMW Motorrad Gespann hoch und die damit verbundenen 2-Ventiler Umbauten, welche man immer mal wieder an Motorrad-Treffpunkten erblicken konnte.

Die Basis war dann schnell erworben und wurde stolz vom Hänger in die Garage gefahren. Dies war die erste eigene Fahrt mit einem BMW Motorrad 2-Ventil Boxer. Ausgenommen die kurzen Fahrten, bei denen er selbst als Kind Gas geben durfte, bei dem elterlichen 2-Ventiler Gespann, auf dem Tank sitzend. Das Basisfahrzeug, eine BMW R 100  R, wurde wenig später komplett zerlegt und schon während des Zerpflückens waren schon die ersten Ideen für den kommenden Umbau im inneren Augen vorhanden. Der junge Schrauber hatte hier schon die verschiedenen Umbauversionen durchgedacht und einige davon praktisch durchgespielt. Optisch hatte er erst mit dem Gedanken einer „SuperSportVerkleidung“ gespielt, doch wenig später sollte es dann mehr ein moderneres Erscheinungsbild wie eine Buell Firebolt werden. Für diese Suche nach dem richtigen Design lief einiges an Ersatzteilen in der heimischen Garage an. Nach mehreren Telefonaten und vielen Überlegungen wanderte der Hauptrahmen des Boxers bei uns auf den Tisch und wurde dort für den neuen Einsatzzweck vorbereitet. Das Wichtigste war hier der Anbau der Zentralfederbeinaufnahme. Den Heckrahmen hat er in einem der zahlreichen Winter aus Rundrohr gefertigt und dem Design und der Kontur angepasst. Die Front thront auf einem geänderten Originalhalter von Buell. Als Adapter dient hier ein Frästeil. Die Gabel aus dem Hause PAIOLI ist im USD verfahren und stammt aus einer italienischen Sportmaschine. Hier hat eine Laverda aus dem Baujahr 2000 ihre Federn lassen müssen.

Das Öhlins-Federbein am Heck, wurde einer BMW R1200S entliehen. Zwischen Lenkkopf und Jochrohr arbeiten die edlen Lager von Emil Schwarz. AC Schnitzer steht auf den Schmiedefelgen, die sich wunderbar dem Gesamtbild anpassen. Der Endantrieb und die Gussschwinge entstammen einer Spender-R1150R-Rockster. Dank dieser Sonderediton ist hier schon schwarzes Pulver zum Einsatz gekommen. Seinen sportlichen Alutank hat Phil von PSS/Rau erhalten. Da hatte er einfach mal Schwein gehabt. Was sonst alles nicht passt, hat er ja über die Jahre lernen müssen. Doch dieses Aluspritgefäß passt perfekt zu den Ecken und Winkeln des 2V-SPORTRAHMENS. Des Weiteren passt sich das Sportheck von Buell supertoll an den Tank an. Die Abgasanlage besteht aus einem Titan Endschalldämpfer von HPE für die BMW R 1200 S. Diesen hatte der Künstler Bernd Baldes mit einer Krümmeranlage und einem Vorschalldämpfer vervollständigt.

Auch bei diesem Bauabschnitt konnte Phil wieder einiges dazulernen und viele lehrreiche Stunden verbringen.  Die Kraftstoffgemischaufbereitung des Boxertriebwerks erfolgt über die 40er Mikunis mit offenen Trichtern. Das Triebwerk so wie das Getriebe wurden in enger Zusammenarbeit mit seinem guten Bekannten Paul Blum komplett auf den Kopf gestellt. Alles was leuchtet ist hier mit LED  betrieben. Für den Hauptscheinwerfer musste hier da auch nochmal der Tüftler ran.

 
Der Rest der Elektrik wird mit Motogadget gesteuert. Aber auch Bauteile von Ignitec und dem Silent Hektiker sind am Bike zum Einsatz gekommen.
Doch die unzähligen Stunden, die für die Teilesuche am Rechner, das Abändern der gekauften Teile oder das Fertigen von Sonderteilen, wie z.B. die diversen Titan-Muttern kann kein Mensch in Zahlen fassen. Dies ist einfach ein Mammutprojekt. Das Kind sollte auch einen Namen kriegen:
Die Entscheidung fiel auf „SP 2V Sport“. Dies ist eine Hommage an die BMW HP 2 Sport, in Verbindung mit den Initialen des Erbauers, sowie 2-Ventiler. Die Schriftart wurde der der HP-Modelle nachempfunden.

Jetzt, nach nur 15 Jahren Intensivumbau, ist der jetzt 37-Jährige mit seinem Umbau vorerst am Ende. Die klassische Rennkuh hat jetzt schon stattliche 1800km Probefahrt hinter sich. Die erste Testfahrt führte die beiden (den Boxer und Phil) direkt zum BoxerKunsttreffen 2020, 250km einfache Fahrt. Diese Aktion, wie die Woche vor dem Treffen, erwies sich als leicht stressig, da der Ölbeipass zum hinteren Hauptlager der Kurbelwelle leicht leckte und deshalb aus den 5 Stunden Fahrzeit nun 10 Stunden mit Schraubereinlage wurden.

Das Fahrverhalten der Kuh mit dem geänderten Fahrwerk zeigt sich sehr handlich, doch immer noch zuverlässig und zielgenau. Die Geometrie des Fahrwerks geht eher in Richtung eines modernen Sportlers. Seine Bremsanlage mit den 2x6 Kolben-Festsätteln von GG vorne und einem 2-Kolben Schwimmsattel am Hinterrad ist immer einsatzbereit und seeeehr wirkungsvoll! Von den Treffteilnehmern wurde der Sound des der SportBoxers als tief und wie zu den seligen Zeiten der BOT beschrieben.

Doch im Grunde ist er ähnlich, aber zum Glück nicht so laut.

Link zum Bilderalbum SWT-SPORTS Rennboxer Nr. 23

Rahmenverstärkung BMW Motorrad mit Schwingenumbau

Rahmenverstärkung BMW Motorrad mit Schwingenumbau

EUR 1.599,00

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten